Das Leben einer Teilzeitmama

 

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Ausflug ins Spital

Da ist man am Nachmittag noch glücklich, macht sich Gedanken um Zimmer, Babysicherheit und ist froh, dass man einen gesunden kleinen Jungen hat und dann kommt es am Abend zu einer Schocksekunde.

Schon am Vormittag, als Junior sich am "Töggelikasten" zu schaffen machte, dachte ich mir, dass ich den dann noch flach auf den Boden stellen sollte, damit er ihn nicht zu fall bringen kann. Doch am Abend, als wir vor dem Abendessen wieder in diesem Zimmer waren und ich weiter an der Wäsche arbeitete passierte es. Er steuerte auf den Töggelikasten zu, wollte ihn erkunden, drückte... Ich sprang auf, weil ich noch realisierte, dass der Kasten gerade auf ihn fällt. Leicht konnte ich ihn noch bremsen, doch Junior war bereits darunter vergraben und gab keinen Laut von sich. Als ich den Kasten hochhob, sah ich, dass er mich mit grossen Augen anstarrte und dann begann er so heftig zu schreien, wie ich ihn noch nie schreien gehört habe! Er bewegte sich dabei aber kaum und ich bekam es mit der Angst zu tun... Sorgfältig nahm ich ihn hoch, ein Reflex, denn ich wollte mein schreiendes Kind in meinen Armen halten. Ich versuchte ihn zu trösten, legte ihn wieder auf die weiche Krabbeldecke, um zu sehen, ob er sich nun bewegte, was er gottseidank auch tat. Aber er schrie und schrie... Junior war zum Zeitpunkt des "Falls" auf dem Bauch liegend, heisst der Kasten fiel auf seinen Rücken und seinen Hinterkopf und so ein Ding hat doch noch ein gewisses Gewicht. In meiner Ratlosigkeit beschloss ich, dass ich ihn beim Arzt zeigen wollte, egal ob etwas war oder nicht, aber sicher war sicher... So rief ich bei unserem Hausarzt an, doch der war bereits nicht mehr erreichbar und auf dem Telefonbeantworter wurde man darauf hingewiesen, dass man sich in dringenden Fällen im Spital melden solle. Die Nummer war ebenfalls auf dem AB und so rief ich als nächstes dort an und schilderte was geschehen war. Sie meinte, dass Babys einiges ertragen würden, aber ich doch schnell vorbeikommen solle. Ich informierte noch kurz meinen Mann, machte Junior, welcher sich inzwischen etwas beruhigt hatte und einigermassen fit schien, bereit und fuhr bald darauf los. Die Hinfahrt schien endlos und ich machte mir tausend Gedanken was sein könnte. Junior machte keinen Pieps, was mich sehr beunruhigte, allerdings nahm ich an, dass er wohl schlief, da er ohnehin schon vorher müde gewesen war. Im Spital angekommen vergass ich schon mal ein Parkticket zu lösen. Junior hatte in der Tat nur geschlafen und war gerade am Erwachen, als ich ihn aus dem Auto holte. Ich wollte meinen Sohn so schnell wie möglich einem Arzt zeigen und hören, dass alles in Ordnung ist, also machte ich mich auf in den vierten Stock, wo die "Notfallabteilung" war. Dort musste ich zuerst an die Anmeldung, wo Junior die Frau an der Rezeption bereits wieder anstrahlte, was mich beruhigte. Danach mussten wir etwas warten, bevor ein Arzt sich unserer annahm. Junior staunte, schaute sich alles genau an und liess die Untersuchung ohne weiteres über sich ergehen. Ergebnis: Viel Lärm um nichts, es war alles in Ordnung! Fürs Protokoll meinte der Arzt: "Unter Therapie schreibe ich, und nehmen sie mir das nicht übel, Beruhigung der Mutter!" Ich lachte und meinte, es sei ja so und ich würde ihm das nicht übel nehmen. Ich sei glücklich zu wissen, dass nichts passiert sei. Beruhigt, aber doch mit kleinen Zweifeln, ob der Arzt vielleicht nich doch eventuell etwas übersehen haben könnte, fuhr ich nach Hause. Der Weg schien jetzt viel kürzer. Fast zu Hause angekommen wurde ich von einem in Orange gekleideten Mann angehalten. Ich erklärte ihm, dass ich da und da wohne und mit meinem Baby nach Hause müsse. "Wir machen eine Feuerwehrübung, aber ok, ich lasse sie mal durch, schauen sie, wie weit sie kommen..." Ich war dem Mann sehr dankbar, doch gerade als ich aufatmen wollte, wurde ich wieder angehalten, diesmal von einer orangegekleideten Dame. "Sie können hier nicht durch, ich muss unsere Leute sichern, wir machen eine Feuerwehrübung," meinte sie. Ich versuchte ihr zu erklären, wo ich wohnte und dass ich mit meinem Baby nach Hause müsse. Ausserdem habe mich der Herr, der weiter unten stehen würde auch schon durchgelassen. "Ok, versuchen sie es, aber ich weiss halt nicht wie weit sie kommen," meinte sie zu mir. Auch ihr war ich dankbar, was ich ihr kurz mitteilte und dann weiterfuhr. Nun brachte ich meine Autoscheibe nicht mehr zu... Aber das war ein minimales Problem. Als ich weiterfuhr, sah ich, dass die Feuerwehrübung gleich nach der Einfahrt in unser Quartier stattfand und ich ohne weiteres nach Hause fahren konnte. Hätte ich mich nicht ein klein wenig gewehrt, hätte ich für nichts eine Stunde oder mehr mit meinem kleinen Sohn warten müssen. Da wurde mir auch klar, dass die beiden Leute auf der Strasse nicht wussten, wo die von mir genannte Strasse, in der ich wohne, eigentlich war. Aber es war mir jetzt egal, ich war ja zu Hause, konnte in der Garage beim stehenden Auto dann auch die Scheibe wieder hochfahren und freute mich, dass alles geklappt hatte und unser Ausflug ins Spital mit einem guten Ergebnis geendet hatte.

Junior schlief dann nach dem Abendessen auch sofort ein, doch später in der Nacht erwachte er immer wieder und schrie, wahrscheinlich hatte er einiges zu verarbeiten...

Erst in solchen Momenten realisiert man, wie schnell es gehen kann, dass etwas passiert! Von nun an, wenn ich den Gedanken habe, dass ich noch etwas wegstellen sollte, werde ich es sofort tun und mit noch offeneren Augen durch die Gegend gehen!

Danke, danke, danke, dass meinem Sohn nichts passiert ist, das hätte ich mir wohl nie verzeihen können!

24.10.09 16:38


Im Babyschwimmen

Heute war ich mit Junior nun doch im Babyschwimmen und es hat ihm einen Heidenspass gemacht. Da nehme ich allfälligen Stunk mit meinem Mann eigentlich gerne dafür in Kauf. Diese leuchtenden Kinderaugen und das Strahlelachen, wenn Junior im Wasser ist, sind es mir wert.
23.10.09 14:42


Harte Worte

Weil ich es irgendwie verpasst habe mit Junior in die Babymassage zu gehen, habe ich uns fürs Babyschwimmen angemeldet, das ich für eine gute Sache halte. Als ich meinem Mann davon erzählte, war er gar nicht begeistert. Er hat Angst, dass sich Junior im Wasser etwas auflesen könnte. Ich habe aber wirklich keine Angst, dass etwas in dieser Richtung geschehen könnte, habe mich im Internet informiert, recherchiert....

Doch dann kam der Hammer: "Wenn du mit ihm ins Babyschwimmen gehst, ist das für mich, wie wenn du mich betrügen würdest!" Paff, da hatte ich meinen Hammerschlag, direkt auf meinen Kopf. Wir haben weiterdiskutiert, doch eigentlich erfolglos. Er ist und bleibt dagegen. Wir sind angemeldet, der Kurs ist bezahlt. Ich werde hingehen...

20.10.09 08:33


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