Das Leben einer Teilzeitmama

 

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Kein Baby mehr

Ja, es ist so, schon bald ist unser Junior kein Baby mehr. Heute wurde mir das wieder einmal "vor Augen geführt".

Ich war mit unserem Sohn im Babyschwimmen, danach habe ich ihn umgezogen und in den Maxi Cosi gesetzt. So sind wir dann raus gegangen um die Schuhe anzuziehen... Links von mir war eine Frau mit einem Kind. Der Junge wollte die ganze Zeit zu unserem Junior, schaute in den Maxi Cosi rein und meinte zu seiner Mutter, dass er ihn streicheln wolle.. Die Mutter sagte: "Du musst die Frau fragen ob du ihr Baby streicheln darfst. Aber du musst ganz vorsichtig, wenn du darfst, denn das ist noch ein Baby!" Sie sah den Maxi Cosi nur von hinten, sah meinen Sohn somit nicht. Dann kam sie mit ihrem kleinen Sohn zu mir, schaute ins Maxi Cosi und meinte: "Das ist ja schon ein grosses Kind, das ist ja gar kein Baby mehr!" Danke, ich meinte dann nur, bereits etwas kleinlaut: "Ja, er wird bald 11 Monate alt..." Das Kind schaukelte unseren Sohn dann ein wenig und dann war die Begegnung auch schon wieder zu Ende. Aber irgendwie hat es mich einmal mehr schockiert, wie schnell die Zeit vergeht. Und es ist tatsächlich so, in etwas mehr als einem Monat ist Junior offiziell kein Baby mehr, sondern gilt als Kleinkind... Ob man es will oder nicht, die Zeit vergeht schrecklich schnell!

20.11.09 15:54


Verpasst zum Zweiten...

Bei meinem Schatz und mir läuft jeweilen vieles nicht so, wie es sollte und so kommt es auch, dass wir vieles, unbeabsichtigt, irgendwie nicht "erlebt" oder verpasst haben, was uns zugestanden hätte...

-Einen richtigen Spatenstich für den Bau unseres Hauses gab es nicht, da wir beide arbeiten mussten und eines Tages plötzlich mit dem Aushub begonnen worden war.

-Ein Aufrichtfest gab es auch nie...

-Zum Neuzuzügerapéro in unserer Gemeinde wurden wir auch nie eingeladen, weil wir gerade um den Termin herum, wo dieser stattfand zugezogen waren und im nächsten Jahr ja nicht mehr Neuzuzüger waren... Wir sind also irgendwo zwischen Tisch und Bank gefallen...

-An unserer Hochzeit waren wir auf dem Weg vom Apéro zum Essen mit dem Auto nicht zuvorderst, da es unser Tafelmajor irgendwie nicht hinbekommen hat, die anderen Autos zum Warten zu bringen...

-Bei der Geburt unseres Kindes, wurde dieses nie im Internet in der Babygalerie des Spitals aufgeführt, obwohl wir die Erlaubnis dazu gegeben hatten. Irgendwie ging auch das unter...

-Da ich mitten in der Nacht nach der Geburt nicht unbedingt Champagner trinken wollte und mein Mann auch nicht, wurde uns versprochen, dass dies am nächsten Tag nachgeholt würde. Wir wurden vergessen und es gab nie Champagner.

-Das Geschenk, das man normalerweise vom Spital zur Geburt des Kindes bekommt, haben wir auch nie gesehen.

Dies sind so einige Dinge, die wir irgendwie verpasst haben, bei denen wir vergessen wurden... Eigentlich typisch. Wir schaffen es auch jemanden im Spital besuchen zu wollen, der wenige Stunden zuvor entlassen wurde!

19.11.09 08:49


Verpasst...

Es gibt Vor- und Nachteile, wenn man nach der Geburt eines Kindes wieder Teilzeit arbeitet. Ich sehe es zum Beispiel als Vorteil an, dass ich dadurch zum Haushaltseinkommen beitragen kann (was sicher ein erheblicher Vorteil ist), dass ich irgendwo auch zufriedener bin, da ich mir ein Stück "meines" Lebens bewahren kann, aber auch, dass mir sonst wohl die Decke auf den Kopf fallen würde, wenn ich nicht zumindest ein kleines bisschen arbeiten würde.

Ich habe Glück, dass ich in meinem Beruf gut Teilzeit arbeiten kann und dass ich mir Arbeiten, die neben den Unterrichtslektionen anfallen selbst einteilen kann, was allerdings auch etwas Disziplin erfordert. Eher schlechter ist es, dass ich oftmals auch Termine neben meinen Unterrichtszeiten habe, sei es für Sitzungen oder Besprechungen mit dem schulpsychologischen Dienst. Aber dank guten Leuten in meinem Umfeld, ist das einigermassen gut machbar.

Nun gibt es aber auch Nachteile, wenn man (und seien es nur eineinhalb Tage) arbeitet. Zum Beispiel muss ich Junior an den beiden Morgen an denen ich arbeite regelmässig wecken, damit ich ihn stillen und mit dem Auto zur Betreuungsperson bringen kann. Natürlich kann er dort weiterschlafen, aber doch gibt es einen Unterbruch und es ist für ihn sicher nicht das Gleiche, wie wenn ich ihn nach dem Stillen wieder in sein eigenes Bett lege und da bin, wenn er einige Zeit später wieder erwacht. Allerdings vertraue ich den Betreuungspersonen voll und ganz, bin mir sicher, dass er gut aufgehoben ist und kann mit einem guten Gefühl zur Arbeit gehen. Inzwischen habe ich mich auch daran gewöhnt ihn teilweise fremdbetreuen zu lassen. Da bin ich sogar stolz auf mich, denn am Anfang dachte ich, dass ich das nie würde können... Und dann gibt es eben noch einen Nachteil. Wenn man am Mittag Junior abholt und erfährt, dass er sich heute zum ersten Mal alleine hingesetzt hat oder dass er die ganze Zeit "Baba" sagt. Im ersten Moment gibt es einem einen Stich und man bereut es diesen neuen Fortschritt verpasst zu haben. Das sind eben Dinge an die man sich gewöhnen muss, wenn man trotz des Kindes noch ein wenig arbeitet...

Ich bin auf jeden Fall stolz auf meinen kleinen Schatz, dass er so gut mitmacht, gerne bei den Leuten ist, die ihn betreuen, immer lacht, fröhlich ist und hoffentlich auch weiss, dass ich ihn immer lieben werde!

18.11.09 14:38


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